Autismus, Medien, Wissen
Wie mediale Bilder unser Verständnis von Autismus & unsere Interaktionen mit Autist:innen prägen
Mediale Bilder prägen maßgeblich, wie Autismus verstanden wird. Sie können Stereotype und Vorurteile reproduzieren, aber auch hinterfragen. Damit haben Medienrepräsentationen einen direkten, gesellschaftlichen Einfluss: Menschen lernen durch mediale Bilder (z.B. Serien, Filme, Social Media) über Autismus, was wiederum beeinflusst, wie sie mit Autist:innen interagieren. Dieses Seminar schafft einen Raum, um internalisierte Vorurteile zu hinterfragen sowie mediale Bilder hinsichtlich ihrer marginalisierenden oder emanzipatorischen Wirkungsweisen zu analysieren. Teilnehmende werden befähigt, auch subtilere Formen der Diskriminierung zu erkennen und abzubauen.
Highlights
- Grundlagen zur medizinischen und sozialen Einordnung von Autismus
- Historische Einordnung der Stereotypisierung von Autismus
- Ableismus, (internalisierte) Vorurteile, Unterdrückungsmechanismen & Confirmation Bias
- Autismus aus einer anti-ableistischen Perspektive einordnen
- Intersektionalität & Mehrfachdiskriminierung (Race/Gender/Disability)
- Medienanalyse von Darstellungsweisen autistischer Personen anhand von konkreten Beispielen
- Selbst-Diagnosen & deren epistemische Kontexte
- Agency von Autist:innen
Zielsetzung & Kompetenzgewinn
- Verständnis über Medien & Wissensproduktion
- Ableistische Strukturen & Darstellungen erkennen
- Neues Wissen auf das eigene Arbeits- & Lebensumfeld übertragen
Zielgruppe
Aktivist:innen sowie alle Interessierten, die ihre Kompetenzen im Bereich Autismus, Anti-Ableismus und inklusive Perspektiven erweitern möchten.
Methodik
Fachlicher Input, Gruppenübungen, Medienanalyse, Reflexion, Austausch & Diskussion
Referent:in
Dr. Sybille Bauer-Zierfuß, MA
ist eine autistische Philosophin, Medientheoretikerin & Filmschaffende. Deren Forschung befindet sich an der Schnittstelle von Medienwissenschaften, kritischen Autism-Studies, Disability Studies und Feminist Studies. Ihre filmischen Arbeiten sind Konfrontationen mit dem Unbequemen und werden national sowie international gezeigt.


