Trauma verstehen – Beziehung gestalten
Grundlagen und Werkzeuge für eine traumasensible Begleitung von Klient:innen
Traumatische Erfahrungen können sich nachhaltig auf das Erleben, Verhalten, die Beziehungsgestaltung und das Nervensystem von Menschen auswirken. In dieser Fortbildung lernen Sie zentrale Grundlagen traumasensibler Arbeit kennen und entwickeln ein Verständnis dafür, was Menschen in belastenden Situationen brauchen, um Sicherheit und Stabilität zu erleben. Neben fundiertem Fachwissen stehen die eigene professionelle Haltung, Selbstreflexion und die praktische Übertragbarkeit in den Berufsalltag im Mittelpunkt. Sie lernen einfache, alltagstaugliche Methoden zur Stabilisierung und Selbstregulation kennen und stellen Ihre persönliche Ressourcenbox für herausfordernde Situationen zusammen.
Highlights
- Grundlagen und Definition von Trauma
- Unterschiedliche Formen und Auswirkungen traumatischer Erfahrungen
- Verhalten aus einer traumasensiblen Perspektive betrachtet
- Neurobiologische Vorgänge aus Sicht der Polyvagaltheorie
- Traumasensible Beziehungsgestaltung
- Kommunikation und professionelle Nähe und Distanz
- Einführung in das "Wheel of Consent"
- Eigene Haltung und professionelle Selbstreflexion
- Selbstfürsorge und Selbstregulation für Fachpersonen
Zielsetzung & Kompetenzgewinn
Die Teilnehmer:innen entwickeln eine traumasensible, ressourcen- und kompetenzorientierte Haltung, die es ermöglicht, herausforderndes Verhalten von Klient:innen als Ausdruck individuell entwickelter Bewältigungs-, Schutz- und Anpassungsstrategien zu verstehen.
Zielgruppe
Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus dem psychosozialen, sozialpsychiatrischen, pädagogischen und medizinischen Bereich, die Menschen in unterschiedlichen Lebens- und Belastungssituationen begleiten, beraten oder betreuen. Angesprochen sind sowohl Mitarbeiter:innen aus ambulanten als auch stationären Settings.
Methodik
Praxisnahes Training mit Raum für Fallbeispiele aus dem Arbeitsalltag, fachlicher Input, angeleitete Selbstreflexion sowie praktische Körper- und Regulationsübungen.
Referent:in

Natascha Herrmann, BA
Bildungswissenschaftlerin, Sexual - und Traumapädagin, Leitung der Wohnassistenz Region Süd, Leiterin des Lehrganges "Sexualität, Beckenboden und Trauma bei Campus Beckenboden. Langjährige Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit psychischer Erkrankungen und intellektueller Beeinträchtigung sowie in den Bereichen Inklusion, Empowerment und Selbstbestimmung.

Margit Kellner
Diplomierte Lebens- und Sozialberaterin, dipl. Qi Gong Kursleiterin, Buchautorin, zert. Coach für Neurosystemische Integration nach Verena König. Langjährige Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen der psychosozialen Arbeit, insbesondere in der Begleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen, Essstörungen sowie im forensischen Kontext und mehrjährige Tätigkeit in der Rehabilitationsberatung.


