Psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder
Handlungssicherheit im Spannungsfeld von Unterstützung, Kindeswohl und Kooperation
Wenn Eltern psychisch erkranken, geraten oft ganze Familiensysteme unter Druck. Fachkräfte stehen dann vor anspruchsvollen Fragen: Wie lassen sich Belastungen von Eltern und Kindern angemessen einschätzen? Was stärkt Familien, was gefährdet Kinder? Und wie kann in einem komplexen Helfersystem professionell und abgestimmt gehandelt werden? Dieses Seminar vermittelt praxisnahes Wissen und konkrete Orientierung für die Arbeit mit Familien mit psychisch erkrankten Eltern. Sie lernen, Risiken und Schutzfaktoren besser einzuschätzen, Warnsignale frühzeitig wahrzunehmen und passende nächste Schritte für Ihre Praxis abzuleiten.
Highlights
- Auswirkungen psychischer Erkrankungen auf Elternrolle und Eltern-Kind-Beziehung
- Risiken, Schutzfaktoren und Resilienz in belasteten Familiensystemen
- Kindeswohlgefährdung frühzeitig erkennen und professionell einschätzen
- Der „Kölner Leitfaden“ als konkrete Orientierung für die Praxis
- Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Gesundheitssystem und psychosozialen Angeboten
- Hilfreiche Instrumente aus der ambulanten Arbeit mit Familien
- Reflexion eigener Fallbeispiele aus der Praxis
Zielsetzung & Kompetenzgewinn
Nach dem Seminar können Sie familiäre Belastungssituationen differenzierter einschätzen, Warnsignale früher erkennen und im Umgang mit psychisch erkrankten Eltern und ihren Kindern sicherer handeln. Sie stärken Ihre fachliche Orientierung im Spannungsfeld zwischen Unterstützung, Kooperation und Kinderschutz.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, dem Gesundheitswesen sowie psychosozialen Arbeitsfeldern, die Familien mit psychisch erkrankten Eltern begleiten oder beraten.
Methodik
Kurzinputs, Kleingruppenarbeit, Einzelreflexion, Plenumsdiskussion, Filmbeitrag sowie Arbeit an Praxisbeispielen.
Referent:in

Dagmar Wiegel
Sytemische Supervisorin (DGSF), Psychologiestudium, Personalfachkauffrau, Erzieherin, Gestalttherapeutin, Körpertherapeutin, freiberuflich tätig seit 2004, Abteilungsleitung in gemeinnütziger Stiftung in Köln, als Dozentin deutschlandweit und auch in Österreich tätig für Ministerien, Institutionen, Kommunen und Akademien, Vorstandsmitglied im Dachverband Gemeindepsychiatrie.


