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Von der Schwere zur Leichtigkeit
Achtsamkeitsbasierte Interventionen für die therapeutisch psychologische Arbeit

 

 

Leidende Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, kann sinnstiftend und befriedigend, aber auch belastend und überfordernd sein. Besonders KlientInnen die in ihrem Leben traumatisierende Erfahrungen gemacht haben, neigen dazu Therapieangebote abzulehnen und sich gegenüber neuen heilsamen Erfahrungen zu verschließen. Das kann bei Ihnen, aber auch den BegleiterInnen, zu einem Gefühl der Schwere und Ohnmacht führen. Ziel dieses Seminars ist es Methoden vorzustellen um immer wieder Freude und Leichtigkeit in unsere Arbeit zu bringen.

Mehrere Aspekte achtsamkeitsbasierter Interventionen können hier sehr hilfreich sein. Zum einen die Kunst einen Freiraum zu schaffen in welchem wir zentriert mit unserem Erleben und jenem der KlientInnen präsent bleiben können („Duales Gewahrsein“). Das ermöglicht in Kontakt und Beziehung zu treten ohne von Emotionen überschwemmt zu werden. Diese Präsenz wird von KlientInnen oft als sehr hilfreich empfunden und macht die Arbeit für uns selbst angenehmer.
Ein weiteres sehr zentrales Element für Veränderung stellt die Akzeptanz dar. Damit ist gemeint offen, neugierig und wertschätzend zu sein gegenüber dem was sich zeigt. Oft führt nämlich gerade das Ablehnen von momentanem Erleben dazu, dass Spannung, Schwere und Hoffnungslosigkeit zunehmen. Ganz nach dem Zitat von C.G. Jung: „Wogegen du dich wehrst, bleibt bestehen.“ Tritt jedoch anstelle von „Kämpfen gegen…“ oder „Wegmachen von…“ eine annehmende Haltung, dann kann sich eine gewisse Entspannung einstellen und bietet dem Erleben die Möglichkeit sich zu verwandeln. Ebenfalls hilfreich für die Arbeit mit (chronisch) leidenden Menschen ist es den Fokus der Aufmerksamkeit, gemeinsam mit KlientInnen, immer wieder auf das Hier und Jetzt zu richten. Das unterstützt, aus zum Teil bereits sehr oft erzählten leidvollen Geschichten über die Vergangenheit auszusteigen und in der Gegenwart Raum für Neues zu schaffen. Wie Steven Porges mit seiner Polyvagal-Theorie gezeigt hat, spielen an dieser Stelle besonders körperorientierte „bottom-up“ Methoden eine wichtige Rolle um den Raum für neue Erfahrungen zu öffnen.

In diesem sehr praktisch orientierten Seminar sollen unterschiedliche achtsamkeitsbasierte Interventionen vorgestellt und geübt werden um so einen guten Transfer in die eigene Praxis zu unterstützen. Ergänzt werden sie durch Ausführungen zu therapeutischen Anwendungsfeldern wie dem Focusing (Eugene Gendlin), Somatic Experiencing (Peter Levine) und MBSR - Mindfulness Based Stress Reduction (Jon Kabat Zinn).

Sollte das Wetter es zulassen, werden wir Achtsamkeitsübungen auch im Freien machen.

 

 

Ziele

  • Vermittlung von konkreten Übungen und Interventionen
  • Theorieinputs zu Achtsamkeitsbasierten Methoden
  • Anwendungsfelder von Achtsamkeit im therapeutischen Kontext
  • Anwendung und Transfer in den Berufsalltag

 

 

Zielgruppe

Berater*innen, Betreuer*innen, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen

 

 

Methodik

Viele praktische Übungen, kurze Theorieinputs und die Möglichkeit der TeilnehmerInnen Fallbeispiele aus der eigenen Praxis einzubringen

 

 

ReferentIn

MMag. Philipp Zimmermann

Klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe, Arbeitspsychologe, Soziologe

Fortbildungen in transaktionsanalytischer Psychotherapie und Focusing. Ausbildung als MBSR- und Achtsamkeitslehrer, über 12 Jahre Meditationserfahrung, regelmäßige Teilnahme an Meditationsretreats im In- und Ausland.

 

 

FACTS

Termin(e)

03.10.2022 - 04.10.2022

 

Kosten

€ 380,00 inkl. 10% MwSt.

 

Uhrzeit(en)

Mo, Di 09:00 - 17:00 Uhr (16 UE)

 

Anmeldeschluss

19.09.2022

 

Anzahl der TeilnehmerInnen

mind. 8, max. 15 Personen

 

Ort

pro mente Akademie GmbH, Grüngasse 1A, 1040 Wien

 

 

 

 

IHR KONTAKT
Bildungsmanagement
T +43 1 513 15 30 - 113
Tel. Auskünfte: Mo - Fr, 09:00 - 15:00 Uhr
info@promenteakademie.at

 

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