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Polyvagaltheorie und Essstörungen

 

 

Wie bei vielen psychischen Erkrankungen ist massiver emotionaler Stress die Hauptursache, die eine Reihe schwerer psychischer und körperlicher Symptome hervorbringt. Meistens stehen den Personen keine angemessenen, komplexen Bewältigungsmöglichkeiten zur Verfügung, die ihr inneres System von starken Bildern oder Körperwahrnehmungen ablenken, beruhigen oder ihnen das Gefühl geben, dass die innere Anspannung vorbei sein könne. Essen ist eine der effektivsten  Möglichkeiten, das vagale Stresssystem zu aktivieren, um so emotionalem Stress kurzfristig entfliehen zu können. Es beinhaltet die Möglichkeit für die betroffene Personen, innere Zustände zu ignorieren, kindliche Anteile und Zustände zu trösten und gleichzeitig Kontrolle auszuüben. Entscheidend erscheint deshalb, die Funktion des Essens in Bezug auf diese inneren Zustände der Personen zu analysieren, um die jeweilige Bedeutung innerhalb einer Triade von Ignoranz, emotionale Bedürftigkeit und Kontrollbedürfnis begreifen zu können.

 

 

 

Inhalte

Bei der eintägigen Fortbildung wird diese Trauma-Trinität, die jedem emotionalen Stress innewohnt, vorgestellt und das Prinzip der Dissoziativität, dass dem emotionalen Essen zugrunde liegt, verdeutlicht. Das Dilemma, in dem sich Menschen immer wieder aufgrund ihrer Symptomatik befinden, kann als ein Wiedererleben und Wiederhervorbringen beschrieben werden.

 

Es wird dabei nicht  von einem Automatismus des Essens ausgegangenn, sondern seine Funktionen innerhalb der Personen begriffen. Vor allem Frauen neigen dazu, sich und ihr Essverhalten als einen „Automatismus“ zu verstehen, was eine Widerspiegelung dessen sein könnte, dass sie durch andere Personen wie „Dinge“ betrachtet wurden. Sie erleben ihr Essen reflexhaft und sich selbst und ihren Körper wie ein „Ding“, auf das sie selbst keinen Einfluss haben.

 

 

Zielgruppe

Dieses Seminar richtet sich an alle Personen, die im sozialpsychiatrischen und psychosozialen Feld, in helfenden Berufen bzw. direkt im Umgang mit Personen mit Essstörungen tätig sind, sowie an alle am Thema Interessierten.

 

 

ReferentIn

Dipl. Psych., Dipl.Päd. Ingrid Wild-Lüffe

Psychotherapeutin in eigener Praxis mit Arbeitsschwerpunkt Dissoziative Störungen und Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Supervision, Workshops für FachkollegInnen

 

 

FACTS

Termin(e)

24.02.2021

 

Kosten

€ 250,- inkl. 10% MwSt

 

Uhrzeit(en)

Mi 09:00 - 17:00 (8 UE)

 

Anmeldeschluss

10.02.2021

 

Anzahl der TeilnehmerInnen

min. 12 bis max. 18 Personen

 

Ort

pro mente Akademie GmbH, Grüngasse 1A, 1040 Wien

 

 

 

 

IHR KONTAKT
Bildungsmanagement
T +43 1 513 15 30 - 113
Tel. Auskünfte: Mo - Fr, 09:00 - 15:00 Uhr
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