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Schwierigkeiten der Sexuierung
Zur Unterscheidung von Sex, Liebe, Begehren und Genießen

 

 

Die Psychoanalyse Sigmund Freuds begann damit, dass Sigmund Freud den Klagen seinen hysterischen Patienten*innen zuhörte. Jacques-Alain Miller nennt das „Docile to the Hysterics“, was man übersetzen kann damit, dass Freud seinen Patienten*innen das Wissen über ihr Leiden zusprach und dieses aufmerksam entzifferte und übersetzte. Was Freud in diesen Klagen zu hören bekam, und worüber er uns berichtete, waren die unerhörten Botschaften über das Leiden an den sexuellen Wünschen, die unterdrückt und verdrängt werden mussten. Wir leben heute in einer Zeit, in der die Verdrängung nicht mehr den gleichen Stellenwert hat wie zur Zeit von Freud. An Stelle der Unterdrückung erzählt die Erfolgsgeschichte der Internetpornographie etwas Anderes. Wir sind nicht nur anstelle vom Verbot zur Erlaubnis gekommen, sondern zu Anregung, Überflutung, Provokation und Zwang. Welche Botschaft liegt in den sexuellen Symptomen der Klinik unserer Zeit?

Wenn wir den Klagen unserer Patienten*innen und Klienten*innen über ihre Sexuierung aufmerksam zuhören, vernehmen wir etwas von einem neuen Unbehagen, dass ein anderes ist als das, von dem die Patienten*innen Freuds sprachen. In diesem Sinne lässt sich salopp die Forderung heute folgendermaßen formulieren: Docile to Trans. Sexualität heute liest sich als eine Überschreitung, als Trans-, Transsexualität, Transgender, Transvestitismus, das fluide Gender. Wie arbeiten wir mit diesen neuen Phänomenen? Von Fall zu Fall. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass die Seminarteilnehmer*innen von Ihren Fällen aus der Praxis berichten, die sie für das Seminar vorbereitet haben.

 

 

Inhalte

  • Klären der Fragen zur Sexuierung
  • Begriffsklärung: Sex, Liebe, Begehren, Genießen
  • Verstehen der Dialektik von Begehren und Genießen; Trieb und Todestrieb; Liebe und Begehren
  • Lösungen erarbeiten ausgehend von konkreten Falldarstellungen und Fragen der Teilnehmer*innen aus deren Arbeit

 

 

Ziele

  • Teilnehmer*innen an diesem Seminar wird die Möglichkeit gegeben, über das Darstellen ihrer eigenen Fälle aus der Arbeit neue Einsichten zu gewinnen und andere, vielleicht leichtere Zugänge zu der tabuisierten Welt der Sexuierung zu finden.
  • Menschen, die in helfenden Berufen arbeiten und mit den Schwierigkeiten ihrer Patienten*innen und Klienten*innen in der Sexuierung konfrontiert sind, eine Idee zu geben, wie sie trotz all der Schwierigkeiten fragen und sprechen können.

 

Denn es ist evident, dass es eine klinische Praxis gibt, die Fragen, die sich rund um die Intimität und Sexuierung von Klienten*innen und Patienten*innen bilden, tabuisiert. Nur immer dann, wenn ein Sprechverbot wie auch immer installiert wird, ist das Ende einer jeden Behandlung angesagt. Dem entgegenzuwirken soll Ziel des Seminars sein.

 

 

Zielgruppe

Alle die im psychiatrischen als auch im extramuralen Setting mit Patienten*innen und Klienten*innen arbeiten, die psychisch leiden und diese Leiden über Fragen ihrer Sexuierung versuchen zu lösen.
Sozialarbeiter*innen, Psychologen*innen, Psychotherapeuten*innen.

 

 

Methodik

Fallarbeit, Selbstreflexion, Theorievermittlung sowie psychoanalytisch orientierte Sozialarbeit

 

 

ReferentIn

Mag. Dr. phil. Markus Zöchmeister

Psychoanalytiker in freier Praxis in Wien und Salzburg. Schwerpunkte seiner psychoanalytischen wie psychosozialen Arbeit sind die Auseinandersetzung mit Gewalt, Trauma, Migration und psychisches Leid. Erfahrung in einer extramuralen sozialpsychiatrischen Einrichtung mit tages- und freizeitstrukturierenden Maßnahmen.

 

 

FACTS

Termin(e)

27.06.2022 - 28.06.2022

 

Kosten

EUR 380,00 inkl. 10% MwSt

 

Uhrzeit(en)

Mo, Di 09:00 - 17:00 Uhr (16 UE)

 

Anmeldeschluss

13.06.2022

 

Anzahl der TeilnehmerInnen

min. 12 bis max. 18 Personen

 

Ort

pro mente Akademie GmbH, Grüngasse 1A, 1040 Wien

 

 

WEITERE STARTTERMINE

 

 

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Bildungsmanagement
T +43 1 513 15 30 - 113
Tel. Auskünfte: Mo - Fr, 09:00 - 15:00 Uhr
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