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Zur Psychologie der Angst vor Fremden

 

 

„Wer fürchtet sich vor dem schwarzen Mann“? Dieses Spiel war fixer Bestandteil der schulischen Erziehung im Fach Leibesübung in den 70er und 80er Jahren in Österreich. Wie ist es heute darum bestellt, wo es politisch nicht korrekt erscheint, auf diese Angst anzuspielen? Trotzdem scheinen wir in einer Periode der Angst zu leben, in einer Periode der Angst vor dem Fremden in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen.

 

 

Inhalte

In diesem Seminar soll auf einfache und erhellende Weise auf das Phänomen des Fremden und der Angst vor dem Fremden eingegangen werden, so wie diese Angst in unserem (Arbeits-)Alltag plötzlich auftaucht und diesen zu dominieren beginnt. Die Psychologie Sigmund Freuds zeigt uns, dass die Angst vor dem Fremden die Angst vor dem bezeichnet, was wir aus uns selbst ausgeschlossen haben. Über die Gestalt des Anderen und des Fremden kehrt dieses Ausgeschlossene auf bedrohliche Weise zu uns zurück. Die Auseinandersetzung mit dem Fremden bedeutet immer auch eine Auseinandersetzung mit dem, was ich an mir selbst ausgestoßen habe. Gleichzeitig ist das, was ich aus mir ausgestoßen habe, ein subversiver Rest, der mich von allen anderen unterscheidet. Es ist eine politische Aufgabe, diesen Rest zu behaupten, diesen Rest, der der Zuordenbarkeit trotzt; diesen Rest zu behaupten, der nicht in der Tendenz zur Universalisierung aufgeht.

 

Themen:

 

  • Rassismus 2.0
  • Die Angst vor dem Fremden in der Politik und der Gesellschaft;
  • Das Fremde und der Neid: der Hass auf das Genießen des Anderen;
  • Anpassung und Barbarei: Segregation in unserer Kultur; das Prinzip der Aussonderung und Absonderung;
  • Der Umgang mit Wut, Hass und Aggression als notwendige und vernichtende Treibfaktoren in der Kultur;

 

 

Ziele

  • Verstehen des Fremden wie des Eigenen;
  • Umgang mit dem Fremden (in mir) und meiner Angst vor dem, was ich aus mir ausgeschlossen habe;
  • Verstehen von gruppendynamischen Prozessen der Identifizierung, Idealisierung und Suggestion im psychosozialen und soziokulturellen Spannungsfeld;
  • Reflexion der Handhabung der eigenen Angst als Signal in der klinischen Arbeit.

 

 

Zielgruppe

Beschäftigte im Psychosozialen Bereich, insbesondere im Kontext von Migration, Flucht und Asyl; alle interessierten Personen

 

 

ReferentIn

Mag. Dr. phil. Markus Zöchmeister

Psychoanalytiker in freier Praxis in Wien und Salzburg sowie bei ESRA (Ambulanz für Spätfolgen und Erkrankungen des Holocaust- und Migrations-Syndroms). Schwerpunkte seiner psychoanalytischen wie psychosozialen Arbeit sind die Auseinandersetzung mit Gewalt, Trauma, Migration und psychisches Leid. Erfahrung in einer extramuralen sozialpsychiatrischen Einrichtung mit tages- und freizeitstrukturierenden Maßnahmen.

 

 

FACTS

Termin(e)

19.11.2018 - 20.11.2018

 

Kosten

€ 380,00 inkl. 10% MwSt.

 

Uhrzeit(en)

Mo, Di, 09:00 - 17:00 Uhr (16 UE)

 

Anmeldeschluss

04.11.2018

 

Anzahl der TeilnehmerInnen

mind. 12, max. 18 Personen

 

Ort

pro mente Akademie, Grüngasse 1A, 1040 Wien

 

 

 

 

IHR KONTAKT
Bildungsmanagement
T +43 1 513 15 30 - 113
Tel. Auskünfte: Mo - Fr, 09:00 - 12:00 Uhr
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